17. April 2000

Kinder-Pornografie als Vorwand für den Polizeistaat

Zur Abhörung der Telekomunikation empfiehlt die EU-Kommission den Polizeibehörden:

"Um weitere Überwachungskompetenzen zu erhalten, sollte die Polizei mit dem Schlagwort 'Kinderpornografie' argumentieren."

Aus dem Abschlussdokument der "UN-Konferenz zur Prävention von Kriminalität" in Wien vom April 2000, zitiert nach http://futurezone.orf.at

Kommentar:
Damit ist jetzt offiziell, was die Vereinigung IOZ schon lange feststellt: Kinderpornografie und ähnliches dient als vorgeschobene Rechtfertigung für den Zensur- und Schnüffelstaat. Naive Bürger, die darauf hereinfallen, es sei nichts als gut und richtig, dass gegen im Internet Zensur gegen Kinderpornografie, Rassismus etc Zensur geübt werde, sehen nicht, dass es keine klaren Grenzen gibt und es deshalb leicht ins Uferlose führt, wenn Zensur einmal salonfähig geworden ist. Zensur ist in rechtsstaatlichen Demokratien nicht umsonst verpönt. Man braucht nur etwas Geschichte zu studieren um zu erkennen, dass Zensur noch nie etwas Gutes war. Zensur war stets das Mittel von Diktaturen, in welcher äusseren Form sie auch immer auftreten. Deshalb haben freiheitliche Gesellschaften die Gewaltenteilung eingeführt und den Weg ordentlicher Gerichtsverfahren gewählt, um gegen rechtswidrige Veröffentlichungen vorzugehen. Vorzensur durch Beamte, wie dies jetzt in der Schweiz von der Bundespolizei praktiziert wird, sollte bei jedem verantworungsbewussten Bürger den Alarm auslösen. Doch für die angepassten Medien ist das kein Thema; die Öffentlichkeit erfährt nur verzerrt oder gar nicht, was sich da abspielt. Darum braucht es die Vereinigung Internet ohne Zensur.


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