3. Juli 2000
Gegenbewegung gegen Internet-Zensur: Anonyme Netze
Das folgende Mail geben wir unverändert und unkommentiert weiter:
q/depesche 00.7.1/1
Anonyme Netze gegen die Zensur
Immer mehr Projekte zur Anonymisierung | Publius, Freenet und Freehaven widersetzen sich
Zensurversuchen | Technisch wird mit weltweit verteilten Datensplittern und
Verschlüsselung gearbeitet
Zu den immer stärker und entschlossener vorgetragenen Versuchen von Staaten und
Behörden, Film-, Musik- und anderen Copyright-Schutzverbänden, das Netz in den Griff zu
kriegen, zeichnet sich immer deutlicher eine Gegenbewegung ab.
Das neueste Projekt dieser Art nennt sich nach seinem Vorbild aus den
US-Unabhängigkeitskriegen "Publius", ein Pseudonym, unter dem James Madison und
andere 1787 die Gründung der USA publizistisch vorbereitet hatten.
Publius anno 2000 ist nach Angaben seiner Erfinder ein gegen Zensurversuche aller Art
äußerst resistentes System. Die Inhalte werden so auf die teilnehmenden Webserver
verteilt, dass nicht einmal deren Betreiber wissen, was sie da hosten.
Wie Publius funktioniert Das System funktioniert mit einer Serie von Ver- und
Entschlüsselungsvorgängen, wobei eine Veränderung des Inhalts nur dem Publizierenden
selber möglich ist. Wie bei digital signierten Emails läßt sich nachträglich
feststellen, ob am Content manipuliert wurde. Für eine breit angelegte Testphase, die ab
Juli läuft, werden weltweit noch Unterstützer gesucht.
Konkret wird ein statischer Content, beispielsweise eine Website, Bilder oder Videos, in
viele Teile gespalten und über mehrere Webserver des Publius-Netzes verstreut. Jeder
dieser Teile ist noch dazu verschlüsselt; d.h. jeder der einzelnen Webserver hostet einen
nichtssagend aussenden
Datenteil, der dann bei Abruf zu einem Ganzen zusammengesetzt wird.
voll Text
http://futurezone.orf.at/futurezone.orf?read=detail&id=33906
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Mail an die Vereinigung Internet ohne Zensur IOZ
Mail an den Webmaster
URL: www.ioz.ch/news/000703.htm