11. August 2001
Tool ermöglicht Zugriff auf verbotene Websites:
FreeBird umgeht Zensursysteme mit Peer-to-Peer-Netzwerk
München (pte, 09. Aug 2001) - Die deutsche Photono Software arbeitet an einem
Software-Tool, das es ermöglicht,
Zensursysteme wie sie in Ländern wie Iran, China oder Saudi Arabien [und der Schweiz! Anmerkung
IOZ] bestehen, auszutricksen. So soll es mit FreeBird kein Problem sein, auf dort
unzugängliche weil verbotene Websites von CNN, BBC oder der New York Times zuzugreifen.
Möglich wird dies durch ein eigenes, autarkes, IP-basierendes Peer-to-Peer-Netzwerk. http://www.photono-software.de/FreeBird/br
Jede URL-Anfrage wird verschlüsselt über das Netzwerk geleitet. Fordert ein User in
einem Zensurland eine "verbotene" Webseite an, wird diese Anfrage in das
FreeBird-Netzwerk übermittelt. Ein anderer Teilnehmer mit freiem Internetzugang ruft
diese ab und schickt sie verschlüsselt zurück an den Anforderer. Da keine direkte
Abfrage auf die zensierte Site stattfindet, wird das Zensursystem geschickt umgangen.
"Wir sehen FreeBird als wichtiger Schritt zu Freiheit und Demokratie", heißt es
in einer Aussendung von Photono Software. Da alle Übertragungen verschlüsselt ablaufen
und jeder Teilnehmer unabhängig vom anderen agiert, sei höchste Sicherheit für jeden
FreeBird-Nutzer gewährleistet. Die P2P-Idee zur Umgehung der Internetzensur ist
allerdings nicht neu und
macht seit längerer Zeit in Hackerkreisen seine Runde.
Aussender: pressetext.austria
Mail an die Vereinigung Internet ohne Zensur IOZ
Mail an den Webmaster
URL: www.ioz.ch/news/010811.htm