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Wie sich jeder Internet-Benützer vor Zensur schützen kann

Neue Tricks und Techniken zur Umgehung von Internet-Zensur bitte melden an kessler@ioz.ch


Inhaltsübersicht über die Methoden zum Öffnen gesperrter Seiten:

1. Oeffnen gesperrter Seiten mit Anonymizern - zur Zeit die einfachste und beste Methode

2. Zugriff über spezielle Proxy-Server - technisch äquivalent zu Anonymizern

3. Suchprogramm www.google.com

4. Internetarchiv www.archive.org

5. Benützung von ausländischen Access-Providern

6. Umgehung des Proxy-Servers des Providers in der Browser-Einstellung

7. Freenet - das nicht zensurierbare world wide web

 

1. Oeffnen gesperrter Seiten mit Anonymizern - zur Zeit die einfachste und beste Methode

Meldet ein Browser, eine Seite könne nicht geöffnet werden, dann kann das verschiedene Ursachen haben. Eine mögliche Ursache ist die, dass diese Seite vom Provider gesperrt wurde. Eine solche Sperrung kann oft mit Hilfe der anonymisierenden Surftechnik umgangen werden. Die folgenden Sites bieten diese Möglichkeit gratis an. Dort einfach die gesuchte Adresse eintippen und schon ist die Zensur umgangen:

www.pureprivacy.com

www.nomex.ch/goto/

www.rewebber.de

www.anonymizer.com (siehe dazu den Forum-Eintrag vom 21.1.2000)

http://www.init7.ch/dial.php (nur in der Schweiz)

www.freedom.net     Siehe dazu die News vom 19. August 2000: Freedom.net - eine neue Software gegen Internet-Zensur

Einige Zensur-Provider sperren auch diese anonymizer.

 

2. Zugriff über spezielle Proxy-Server

Man finde zuerst einen "Proxyserver". Einfach das Internet durchsuchen. (Da jedoch sogar ein guter Proxyserver scheitern mag, sollte man stets wissen, wie man einen neuen findet.)

Nachdem man die Daten des Proxyservers hat, in den Bereich "Internetoptionen (über die "Systemsteuerung" zu erreichen) wechseln. Dort auf "Verbindungen" und anschliessend "Einstellungen" klicken. Danach das Feld "Proxyserver benutzen" markieren und die Daten des Proxyservers eintragen.

Unter folgenden Links sind ständig aktuelle Listen anonymer Proxy-Servers abrufbar:

http://proxies.hotmail.ru/proxies.htm

http://tools.rosinstrument.com/cgi-bin/fp.pl/showlog?

http://proxys4all.cgi.net/

 

3. Suchprogramm www.google.com

Das ist der einfachste Weg, der Internetzensur durch Seitensperrungen systematisch auszuweichen, funktioniert aber bei langdauernd gesperrten Seiten nicht. Google speichert alle Seiten in einem "cache", deshalb können auch gesperrte Seiten noch längere zeit angeschaut werden. Einziger Nachteil: die Links auf der Seite funktionieren nicht. Aber mit google kein Problem: Link kopieren und im Suchfeld von google eingeben. Auf der darauf erscheinenden Resultatseite kann der Link zur gesuchten gesperrten Seite nicht direkt verwendet; es muss etwas weiter unten auf den Link "im Archiv" geklickt werden - und schon hat man die zensurierte Seite vor sich.

 

4. Internetarchiv www.archive.org

Oft können in diesem Archiv gesperrte Websites in einem Zustand angesehen werden, als diese noch nicht gesperrt waren. Leider scheint die allgegenwärtige Internetzensur mehr und mehr auch in diesem Archiv zu grassieren, indem der Zugang zu archivierten Seiten gesperrt wird.

 

5. Benützung von ausländischen Access-Providern

Dies hat den einzigen Nachteil höherer Telefongebühren. Es gibt jedoch auch ausländische Provider, zB AOL, welche Zugangsknoten zu ihrem europaweiten Netz auch in der Schweiz anbieten. Solche Netze können von der Schweiz aus nicht zensuriert werden. AOL hat Einwahlknoten in Bern, Zürich, Luzern, Basel und St Gallen.

 

6. Umgehung des Proxy-Servers des Providers

Browser so einstellen, dass der Proxy-Server des Providers umgangen und die Verbindung zur gewünschten Seite direkt aufgebaut wird. Dazu ist einfach bei den Browser-Einstellung die Verwendung von Proxy-Servern auszuschalten. Beim Netscape Navigator findet man diese Einstellung unter Preferences/Advanced/Proxies, beim Internet Explorer unter Ansicht/Internetoptionen/Verbindung/Proxyserver.

 

7. FreeNet - das nicht zensurierbare world wide web

Diese Alternative ist die einzige, die völlig von Zensurmassnahmen unabhängig, und auch noch weiterhilft, wenn kein zensurfreier Provider zur Verfügung steht. Allerdings ist der Zugriff nur zu Informationen möglich, die im FreeNet enthalten sind. Aber grundsätzlich können alle web-sites, die von irgend einer Seite gesperrt werden, in das FreeNet flüchten, so dass - wenn Sites nicht geöffnet werden können - im FreeNet danach gesucht werden kann. Das Problem ist allerdings, dass die Zensur heimlich abläuft und die Betroffenen davon nichts merken und höchstens zufällig davon erfahren.

FreeNet: http://freenet.sourceforge.net

Siehe auch die folgende News über das FreeNet www.ioz.ch/news/000416.htm


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URL: www.ioz.ch/zensurschutz.htm